Apfelbörse 2012

Bei fingerbeißenden Temperaturen und einzelnen kurzen Hagelschauern zeigten sich anfänglich nur wenig Interessierte. Doch schon bald bildete sich die übliche Schlange bei Jan Hajo Teten vom Kollhorst, der wieder eine Vielzahl alter Apfelsorten bestimmen konnte. Hasenkopf, Krügers Dickstiel und Co. erstaunten die neugierigen Kunden aufs Neue durch intensiven, charaktervollen Geschmack und schließlich lief auch die Apfelpresse auf Hochtouren, um eine Familie mit 2 Säcken voller Äpfel glücklich zu machen. Dazu gab es wieder viele Gespräche zur Wertigkeit der einheimischen Sorten: diese mögen zwar fleckig sein und keiner Normgröße entsprechen, doch ist ihr Geschmack mit keinem hochgedüngten, auf Aussehen getrimmten und teilweise weit gereisten Monokulturenapfel zu vergleichen! Wie schön, dass unsere Vorfahren hunderte von Apfelsorten züchteten, die den jeweiligen landschaftlichen und klimatischen Bedingungen bestens gerecht wurden. Und wie traurig, dass unsere Stadtoberen unverändert Kleingärten als minderwertige Nutzung betrachten, die bestenfalls eine Gewerbegebietsreserve darstellt. Andere Städte wie auch der deutsche Städtetag hat die Wertigkeit längs erkannt...(mehr)

 



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