Einzelhandelsflyer

Sind Radler wirklich besondere Kunden?

Ja, denn RadfahrerInnen kaufen vor Ort ein und kommen öfter als AutofahrerInnen. Das belegen neben Befragungen im Bundesgebiet auch die Ergebnisse der "Umfrage zur Verkehrsmittelwahl beim Einkaufen", die die BUND-Kreisgruppe Kiel zum Start ihres Projekts durchführte, und die Ergebnisse der Aktion "Probezeit". Schon heute wird die Hälfte aller Einkaufswege in Kiel ohne Auto erledigt, nämlich zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus (Umfragen der Stadt Kiel zur StadtRegionalBahn, Januar 2003).

Das zeigt, dass die Anzahl der Pkw-Stellflächen vor der Ladentür nicht der wichtigste Anreiz für KundInnen ist. Im Gegenteil: Für KundInnen ist die Aufenthaltsqualität beim Einkaufen ausschlaggebend. Dies ergab eine Untersuchung des Deutschen Seminars für Städtebau und Wirtschaft (DSSW-Schriften Nr. 34, Berlin 2000). Trotzdem machen sich EinzelhändlerInnen selten Gedanken darüber, ob sich ihre radelnden KundInnen willkommen fühlen: Gibt es zweckmäßige Abstellbügel in Eingangsnähe, sind diese gar überdacht, und gibt es Schließfächer für die Packtaschen und Regenkleidung? Informationen zu einfach umzusetzende Maßnahmen, mit denen Geschäfte für radfahrende KundInnen noch attraktiver werden, liefert das Faltblatt "Einkaufen mit dem Fahrrad - Tipps für EinzelhändlerInnen."



Vorbildlich: Überdachte, stabile "Kieler Bügel" in der Nähe des Eingangs bei famila in Kiel-Elmschenhagen.
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