Stellungnahme zum Vorentwurf B-Plan 988 vom 15.11.13

Wir haben am 15.11.13 unsere Stellungnahme fristgerecht eingereicht. Hier nun Ausschnitte aus der Zusammenfassung:

Der vorliegende Vorentwurf erscheint in vielen Teilen lückenhaft und auch widersprüchlich. Unbestritten jedoch liegt ein Bauvorhaben mit einem hohen Versieglungsgrad und riesigem Flächenbedarf auf einem ökologisch wertvollem und für die umgebende Bevölkerung aus klimatischen und Erholungsgründen sehr wichtigen Gelände vor. Sämtliche Konzepte der letzten Jahre wie INSEKK, freiräumliches Landschaftsbild oder Nachhaltige Flächenmanagement Kiel halten diesen Teil des Grüngürtels für erhaltenswert und wichtig in seiner jetzigen Funktion.

Wenn nun aber doch ein Bebauungsplan für dieses Gelände vorliegt, so sollte man erwarten können, dass auf die in Ratsbeschlüssen und auch im Kaufvertrag festgesetzten Ziele der Flächenminimierung Bezug genommen wird. Diese Erwartung wird getäuscht. Der vorliegende Plan übersteigt den prognostizierten Flächenverbrauch v. a. auch im Bereich der Waldflächen erheblich und zwar so, dass selbst ohne unsere Kritikpunkte der vorliegende Plan einen Verbotsbestand aufweist (S.82, GÖF).

·        Die Wertigkeit des Kleingartengeländes, aufgrund der Artenvielfalt vergleichbar z.B. mit dem FFH-Gelände Schlosspark Buch in Berlin, wird nicht ausreichend gewürdigt. Insbesondere der hohen Biodiversität, die sich aus Kleingartenstrukturen ergibt, wird keine Rechnung getragen.  Die verbleibenden Restflächen können die Funktion nicht annährend übernehmen.

·        Die Erhebung für Fledermäuse ist mit erheblichen Zweifeln belastet, die sich durch mögliche Zerstörung von Quartieren im Vorfeld der Erhebung ergeben.

·        Die Bedeutung des PS für den Kammolch, eine streng geschützte Art, wird unterschätzt. Hier liegt ein artenschutzrechtlicher Verbotstatbestand vor.

·        Die auf dem Gelände ausgewiesenen Ausgleichsflächen ,schon jetzt hochwertige Biotope, sind zu hoch angerechnet, zu klein, zu lärmbelastet und nur durch schmale Streifen miteinander verbunden als dass sie ihrem Namen gerecht werden können.

·        Regenrückhaltebecken und private Grünflächen vor den Parkplätzen tragen erheblich zum zusätzlichen Flächenverbrauch bei. Sie haben kaum ökologische Wertigkeit und sind überflüssig (Grünfläche) bzw. sollte geprüft werden, ob Regenrückhaltung unterirdisch unter Parkplätzen möglich ist.

·        Die vermutlich vom Bau des Olof-Palme-Damms stammenden Ausgleichsflächen im Bereich Brunsrade wurden einfach als neue Ausgleichsflächen überplant.

·        Ein Großteil der externen Ausgleichsfächen liegt viele Kilometer vom Gebiet entfernt; es ist fraglich, ob dies noch positive lokale Auswirkungen hat. Der Prämisse, dass Ausgleich vor Ort erfolgen soll, wird dieses nicht gerecht.

··        Im Bereich Verkehr gibt es erhebliche Zweifel, dass das vorliegende Stellplatzkonzept aufgrund seiner Positionierung selbst die u. E. zu niedrig prognostizierten Kundenströme ohne Rückstau aufnehmen kann.

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