Geplante Bebauung Alte Feuerwache Kiel - Bürgerbeteiligung Fehlanzeige

Zusammen mit dem NABU wurde eine eigene Webseite zum Thema mit ausführlichen Links/Hintergrundinformationen eingerichtet. Link

Die Alte Feuerwache gegenüber des Ratsdienergartens am Rande der Altstadtinsel wird seit vielen Jahrzehnten als Parkplatz genutzt. Richtigerweise fand 2008 ein erster Architekturwettbewerb zur Bebauung mit 10 Teilnehmern statt. Mindestens 4 der Beiträge reichten Entwürfe ein, bei denen eine am Rande des Gartens des Wekstattcafes in der Falckstraße stehende, 100jährige Eiche eine weiterhin wichtige Rolle im Stadtbild spielen sollte. Die Ergebnisse dieses Architekturwettbewerbes blieben einem Großteil der Öffentlichkeit unbekannt und sind auch im Internet kaum noch zu orten. Im August 2012, nach dem Verkauf des Geländes an eine Investorengruppe unter Beteiligung der Frank Heimbau, wurde diese Entwürfe in einem Gutachterverfahren konkretisiert und nach Entscheidung einer Jury aus Investoren und Stadtvertretern  für 1 Woche ausgestellt. Seitdem formiert sich Widerstand, v.a. der Anwohner, Besucher und Betreiber des Werkstattcafes, worüber die KN wiederholt berichtete. Ein positiver Vorbescheid trotz erheblicher Kritik und fehlender Bürgerbeteiligung erfolgte durch den Bürgermeister am 10.12.13.

Der letzte Artikel der KN am 9.2.13 brachte nun für den NABU und die Kreisgruppe das Fass zum überlaufen: 

...die Geschäftsführerin der Frank Heimbau GmbH gibt sich jetzt in der Presse verwundert über die öffentliche Kritik von Bürgern an der geplanten Fällung einer geschützten Eiche auf dem Gelände der „Alten Feuerwache“, und darüber „dass die sich erst fünf Jahre später wegen der Eiche melden“. Hiermit erinnern wir daran, dass dieses Vorhaben ohne jegliche Öffentlichkeitsbeteiligung vorangetrieben worden ist. Mehr

 

Eine Antwort des Verwaltungschefs, des Bürgermeisters Peter Todeskino erfolgte schon kurze Zeit später:

Sehr geehrte....,werte Mitleserinnen und Mitleser, 

Seien Sie versichert, dass mich die Fällung eines jeden Baumes schmerzt. Erst in der vergangenen Woche habe ich rund 80 stattliche Bäume im Bereich des Pastor-Husfeld-Parks, der Gelehrtenschule und am Radsredder im letzten Moment vor der Motorsäge bewahrt. Die KN berichtete heute darüber. 

In der Auslobung zum städtebaulichen Wettbewerb und zur Verkaufsauslobung des Grundstücks Alte Feuerwache hatte ich daher den Erhalt der Eiche zunächst vorgeschrieben und entsprechende Ratsbeschlüsse herbeigeführt. Denn mir ist sehr wohl bewusst, dass Stadtbäume eine hohe ökologische Bedeutung haben. Mehr noch: Großbäume haben einen ästhetischen Wert und bieten sehr oft eine hohe Aufenthaltsqualität für die Menschen in der Stadt. Das hohe Lebensalter von Bäumen gebietet zudem Respekt vor der Natur und sorgfältige Abwägung mit anderen Belangen.

Genau diese Abwägung hat zu der Überzeugung geführt, dass die mit der Bebauung verbundenen Vorteile die Nachteile der Fällung dieser Eiche deutlich überwiegen. Mehr

Daraufhin haben wir ausführlich mit etlichen Erläuterungen zum Tatbestand reagiert. Mehr

(Die Dokumente wurden per email verschickt, die Texte daraus ungeändert bis auf Absatzverkleinerungen in pdfs umgewandel.)

Zusammen mit dem NABU wurde eine eigene Webseite zum Thema mit ausführlichen Links/Hintergrundinformationen eingerichtet. Link

 



Ihre Spende hilft.

Suche