Zum endgültigen Bebauungsplanentwurf hat die Kreisgruppe eine leicht geänderte Stellungnahme am 7.3.13 eingereicht. Hier zum Kompletttext.

Babauungsplan 990V für das Baugebiet Kiel-Ravensberg, Schauenburgerstraße

Linde, Blick auf das Baugebiet, soll wegfallen
Roteiche, Blick vom Baubegebiet, soll wegfallen

In diesem Bebauungsplan findet sich das Vorhaben der Stadt wieder, Wohnraum im innerstädtischen Bereich neu zu schaffen. Der BUND begrüßt diese Absicht außerordentlich wegen der guten ÖPNV-Anbindung und guten Erreichbarkeit aller wichtigen Infrastrukturen zu Fuß oder mit dem Rad. Wichtig bei diesen Vorhaben ist, dass es höchstens wenig zusätzliche Versiegelung gibt und mit vorhandenem Grün behutsam umgegangen wird.

Auf dem 7.800qm großem Gebiet zwischen dem Neubaugebiet Groß-Kielstein und dem Kieler Innovations-und Technologiezentrum befindet sich zur Zeit ein Verwaltungsgebäude sowie Parkplätze, wasdemnächst aufgegeben wird. Nach Abriss sollen in diesem Gebiet 26 Reihenhäuser mir 3 Geschossen sowie ein Mehrfamilienhaus mit 4 Geschossen und einem Staffelgeschoss (ca 30-35 Wohneinheiten) errichtet werden. Eine Tiefgarage ist neben Stellplätzen vor den Häusern und vereinzelt daneben geplant, die rückwärtigen Grünflächen unterschreiten zumeist noch die Größe der Stellplätze und Hauseingänge, v.a. im weslichen und südlichen Bereich des Gebietes.

Im westlichen Abschnitt befindet sich unmittelbar angrenzend ,auf dem B-Plan 949 schon als "abgängig" besschlossen eine große, ca. 80 Jahre vitale Linde mit einem Stammumfang von 160cm, die ungestört wachsen durfte und entsprechend ausladend wirkt. Diese Linde würde dem jetzigen Bauvorhaben zugegen laufen, da sie auf dem Gelände des südlichsten Hauses der westlichen Reihe stehen würde. Der BUND schlägt diesbezüglich eine Umstrukturierung mit Verlagerung von Stellplätzen in den südlichen Bereichb vor zum Erhalt der Linde.

Im westlichen Abschnitt des Plangebiet grenzt z.Zt ein Grünstreifen das Baugebiet von Groß-Kielstein ab. Im südwestlichen Bereich finden sich u.a. zwei Roteichen von ca 50-80 Jahren mit einem Stammumfang von 140 bzw 185cm sowie ein ähnlich alter Bergahorn mit einem Stammumfangvon 155cm.  Auch diese Bäume sollen den Baumaßnahmen zum Opfer fallen, da im winzigen Garten der südlichen Häuser der östlichen Baureihe stehend. Der BUNd schlägt diesbzgl die gleiche Variante wie auf der anderen Seite vor: Umschichtung von Park-und Wohnraum.

Zusammenfassend erscheint dieses Baugebiet, dass aufgrund der nicht unmittelbar in der Nähe befindlichen Geschäfte eher auf Nicht-Senioren abzielt, massiv verdichtet mit nur minimalen Grünanteilen. Bei immer heißer werdenden Sommern ist es daher unbedingt erforderlich klimaausgleichende Elemente zu schaffen bzw besser noch zu erhalten. Die über Jahrzehnte geachsenen Bäume dürfen daher nicht leichtfertig überplant werden, besonders wenn sie am Rande des Gebietes stehen und dort eweiterhin eine sinnvolle funktion haben. Die Linde ghat darüberhinaus sogar laut B-Plam "einen ortsbildprägenden Charakter", der dieses Neunbaugebiet wohltuend von anderen abheben könnte (Stichwort "Dorflinde").

Der BUND hat in seiner Stellungnahme die Verantwortlichen aufgfordert, diesbzgl die Planung erneut zu überdenken. (Link zur kompletten Stellungnahme)

 

 



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