Vorentwurf Bebauungsplan 981 Walterwerke

Die Walterwerke, eine Traditionsbetrieb für die Herstellung von Eiswaffelproduktionsanlagen mit Sitz im Gewerbegebiet Tannenberg angrenzend an das Projensdorfer Gehölz hat das Gelände zwischen seiner Betriebsstätte und dem Wanderweg von der Stadt gekauft und plant dort eine Ausweitung seiner Produktionsstätten sowie den Neubau eines Verwaltungsgebäudes mit einer Aussichtsplattform über den Nord-Ostsee-Kanal. Dazu müsste ein ca 1ha großes , z. Zt. mehrheitlich bewaldetes Areal nivelliert werden mit Verlust des gesamten Bodenbewuchses. Ein Vorentwurf eines B-Plans liegt der Kreisgruppe zur Stellungnahme vor.

Mitglieder der Kreisgruppe, des NaBu, von Wir in Kiel sowie der AG Fledermausschutz haben sich am 12.5.12 gemeinsam ein Bild vor Ort gemacht. Daraus resultiert die gemeinsam erarbeitete Stellungnahme an das Stadtplanungsamt.

 

Zusammenfassend hält die Kreisgruppe den Vorentwurf des B-Plans in seiner jetzigen Form wegen der erheblichen Auswirkungen auf das Landschaftsbild und die bestehende Flora und Fauna nicht für akzeptabel, insbesondere da die geplante Erweiterung der Produktionshalle unsicher in der Zukunft abhängig von Weltmarktentwicklungen liegt. Die Erstellung eines neuen Verwaltungsgebäudes , insbesondere in der gewünschten Höhe erscheint aus verwaltungstechnischen Gründen nicht nachvollziehbar. Eine Fläche dieser Größe darf nicht auf pure Absichtserklärungen hin schon jetzt grundlegend überformt werden.

Vor dem Hintergrund der Absichtserklärung der LandesHauptstadt Kiel, ihre Waldflächen zukünftig vermehren und vernetzen zu wollen, sollte grundsätzlich alles daran gesetzt werden, bereits bestehende Waldflächen zu erhalten und weitere Flächenversiegelungen zu vermeiden. In diesem konkreten Fall um so mehr noch, als das betreffende Planungsgebiet direkt an ein größeres zusammenhängendes Waldgebiet (Projensdorfer Gehölz) grenzt.

Daher sollte grundsätzlich über eine Verlagerung des Betriebes nachgedacht werden, wenn die aktuellen Betriebsflächen eine weitere angestrebte Entwicklung nicht mehr zulassen. Eine Verlagerung des Betriebes würde zudem zu einer verkehrlichen Entlastung im Bereich Projensdorf beitragen, vor allem vor dem Hintergrund einer geplanten Anbindung des Gewerbegebietes an die Uferstraße, die bei der gegenwärtig diskutierten Trasse mit einem noch größeren Verlust an wertvollen alten Waldflächen verbunden wäre.

Hier geht es zur kompletten Stellungnahme.



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